Gichin Funakoshi Masutatsu Oyama Kyokushinkai Kanku

Gichin Funakoshi
(1871 - 1957)
 

Die Ursprünge des heutigen KARATE sind in INDIEN zu suchen, wo schon etwa 3000 v.Chr. Boxkampf - Methoden ausgeübt wurden. Erst im 5.Jh.n.Ch. brachte der indische Priester BODHIDHARMA diese Techniken nach CHINA. Er lehrte sie im buddhistischen Kloster SHAO-LIN-SSU auf dem Berg Hao-shan weiter. Das Shao-lin-Tempel-Boxen wurde zum eigentlichen Ausgangspunkt sämtlicher östlicher Kampfsysteme, die man bis Ende des 19.Jh’s unter dem Namen KEMPO zusammenfassen könnte.

Daraus entstand: Taikyoku-ken (China), Thaiboxen (Thailand und Umgebung), mongolisches und russisches (Sambo) Ringen, T’ai-ichi-chuan (Schattenboxen/China), Taiwan-Kempo (Insel Taiwan), später wurde davon Sumo-Ringen (Japan), Jujutsu (Japan), Judo und Aikido (Japan) und OKINAWA-TE auf der Insel Okinawa und Tae-Kwon-do in Korea abgeleitet.

In China entwickelte sich T’ai-ichi-chuan zum Kung-Fu weiter. Seit ca. 1300 entwickelte sich auf den Ryukyu - Inseln südlich von den großen japanischen Hauptinseln eigene Kampfsysteme, die nun aber mit der Verbindung des Shao-lin-Boxens zu einer ganz neuen, moderneren Form aller Kampfsysteme zusammenschmolzen.

Die rasche Entwicklung dieser Kampf und Verteidigungsformen ist auch darauf zurückzuführen, dass die Leute ein weitgehendes Waffenverbot hatten. Besonders auf der Insel Okinawa , wo das Shuri-te und Tomari-te geübt wurde, zeichnete sich bis Ende des 19.Jh.’s eine ziemlich einheitliche Richtung dieser Kampfsysteme ab. Man fasste sie zusammen unter dem Namen OKINAWA-TE.

Gichin FUNAKOSHI, der 1871 in Naha auf Okinawa geboren wurde, führte das Okinawa-te 1923 in Japan ein. Er benannte seinen Stil SHOTOKAN. Als viel verdienter Mann und als der eigentliche Begründer des modernen Karate starb er 1957.

Die Zeichen ‚China ‚ und ‚leer; wurden im Japanischen mit ‚Kara’ gelesen. So änderte der Name ‚China - Hände’ in die Bezeichnung ‚Leere – Hände’, also KARA-TE. Unter diesem Namen wurde dieses Kampfsystem bald weltweit bekannt.

Es kamen in der Folgezeit viele Meister von Okinawa nach Japan um Karate zu instruieren, da sein erzieherischer Wert an den Schulen erkannt wurde. So kam auch Kenwa Mabuni (Osaka, Begründer des Shito-ryu) und Chojun Miyagi (Kyoto, Begründer des Goju-ryu) ins ‚Land der aufgehenden Sonne’.